Jede Stunde ist willkommen - wir freuen uns über neue ehrenamtliche Kolleg*innen

Haben Sie etwas Zeit und Freude daran, sich für Ihre Stadt und Menschen, die neu nach Lauf gekommen sind, zu engagieren? Dann sind Sie bei uns genau richtig.  

In Lauf gibt es derzeit 5 Flüchtlingsunterkünfte an unterschiedlichen Standorten in der Stadt. Mit der neuesten und größten Einrichtung in der Waldluststraße ist in 2016 ein Objekt für bis zu 280 Personen hinzugekommen. Seit der Öffnung Anfang Oktober beherbergt diese über 160 Personen. Die Ehrenamtlichen haben alle Hände voll zu tun, sie im Alltag und bei der Integration in unsere Gesellschaft zu unterstützen. Wie auch in den anderen Unterkünften sind die Ehrenamtlichen in Spielgruppen und bei der Hausaufgabenbetreuung engagiert und begleiten die Flüchtlinge z.B. bei notwendigen Arztbesuchen, Behördengängen oder Wohnungssuche. Dank eines fachkundigen Helfers gibt es in Lauf sogar eine eigene Fahrradwerkstatt in Zusammenarbeit mit dem SCH LAU e.V.. Die Ehrenamtlichen organisieren Kleiderkammern und bieten regelmäßig Deutschunterricht an. Darüber hinaus werden soziale Kontakte und Aktivitäten initiiert und begleitet. So konnte vor Kurzem beispielsweise ein kleines Kontingent an Karten für den Zirkus Krone an Eltern und Kinder vergeben und der Besuch begleitet werden. Für die Flüchtlinge ein besonderes Erlebnis. Auch Besuche im Tiergarten und dem Laufer Industriemuseum fanden bereits statt.

Der AK Asyl Lauf sieht seine Aufgabe darin, einen Beitrag zu Integration und Mitmenschlichkeit zu leisten. Er entstand bereits 2012, ist kein Verein, sondern nach wie vor ein lockerer Verbund von derzeit rund 70 Mitbürger*innen, von denen sich jeder und jede soweit engagiert, wie er/sie kann und mag. Nach dem Motto: Jede Stunde und jede Idee ist uns Willkommen. Es ist deshalb nicht notwendig, große Zeitfenster zur Verfügung zu haben. Viele Freiwillige mit kleineren zeitlichen Beiträgen können in Summe sehr viel leisten. Und nur das zählt, wenn Integration gelingen soll.

Nun fragen Sie sich vielleicht: Woher genau kommen denn die Flüchtlinge und wie spreche ich denn mit ihnen? Wir möchten es einmal so ausdrücken: Versuchen Sie es einfach, trauen Sie sich! Sie werden überrascht sein. Die geflohenen Menschen kommen aus unterschiedlichen Regionen der Welt und natürlich auch aus unterschiedlichen Gründen. Wir betreuen alle Altersgruppen, den größten Anteil bilden aber junge Erwachsene. Neben Menschen aus Syrien leben im Moment viele Flüchtlinge aus dem Irak und dem Iran, aus Äthiopien, Eritrea, Somalia, Aserbaidschan, Afghanistan, der Ukraine und Armenien in unseren Einrichtungen. Bei Ihrer Tätigkeit werden Sie also nicht nur mit vollkommen fremden, sondern auch unterschiedlichen Kulturen und Sprachkreisen konfrontiert. Von den jungen Erwachsenen spricht ein guter Teil aber Englisch und die Flüchtlinge helfen sich auch gegenseitig bei Übersetzungen. Wenn es richtig schwierig wird, ist das für die Ehrenamtlichen natürlich nicht zu leisten. Hierfür, wie auch für Asylsozialberatung müssen professionelle Kräfte gefunden werden.

Was Sie erwarten kann, wenn Sie sich bei uns engagieren, ist z.B. der nachfolgende kleine Dialog aus dem Deutschunterricht:
"Guten Tag, wie heißt Du?"
"Ich heiße Emanuel (Name geändert) .... Ich bin seit 5 Monaten und 9 Tagen in Deutschland".
"Du bist seit 5 Monaten und 9 Tagen in Deutschland?"
"Ja,  genau 5 Monate und 9 Tage. (Pause). Es geht mir gut".
Er lächelt. Er vermisst seine Familie. Seit diesem Tage lernt er den gregorianischen Kalender und zählt zur Begrüßung jede Woche 7 Tage drauf. Der junge Mann aus Ostafrika ist heute 18 und nach eigener Auskunft monatelang allein über Land, und am Ende über das Mittelmeer geflüchtet. Er nimmt regelmäßig am Unterricht teil und hat in kurzer Zeit schon erstaunlich viel gelernt.

Die Ehrenamtlichen des AK Asyl treffen sich einmal im Monat, um sich gegenseitig über aktuelle Vorhaben, Ereignisse und die Zusammenarbeit mit den Behörden etc. auszutauschen. Darüber hinaus sind sie über ein eigenes Internetforum und teilweise über Messenger vernetzt, so dass wichtige Informationen schnell und unkompliziert geteilt werden können. Für jede Unterkunft gibt es darüber hinaus Hauptansprechpartner*innen, die eine koordinierende Rolle insbesondere bei der Zusammenarbeit mit Stadt und Landkreis übernehmen.

Am größten ist der Wunsch nach Verstärkung im Moment bei den Spielstunden in den Objekten Altdorfer Straße, Simonshofer Straße und Waldluststraße. Hier stehen Spielzimmer und teilweise Außenflächen zur Verfügung. 

Bei der Hausaufgabenbetreuung besteht ein Engpass, und auch beim Deutschunterricht ist jede Stunde mehr als willkommen. Und bitte keine Schwellenangst: Sie müssen kein ausgebildeter Lehrer sein, um den Unterricht zu geben. Unsere Unterrrichtenden setzen sich aus allen möglichen Berufsgruppen zusammen.

Für das neu eingerichtete Handarbeitszimmer in der Waldlustraße (siehe Foto) u. a. mit zwei Nähmaschinen suchen wir handarbeitsbegeisterte Frauen, die Spaß daran haben, mit den Frauen zu nähen, stricken oder häkeln.

So erreichen Sie uns:

E-Mail:
Homepage: www.ak-asyl-lauf.de

Bitte melden Sie sich per E-Mail bei uns, wir laden Sie dann zu einem ersten Treffen ein.

Weiterführender Link zum Thema: http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/inhalt/fluechtlingshelfer-landkreis-nuernberger-land-100.html



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